Markezic

Marino Markeži? ist der Besitzer des gleichnamigen legendären Restaurants im Dorf Kremenje am Fuße des Momjan im westlichen Istrien. Das Restaurant Marino ein Paradies für Trüffelfreunde: Schon im Frühsommer wird hier der erste schwarze Trüffel serviert, und in der Saison der großen weißen Trüffel werden im Marino Bruschettas, Beefsteaks, Wildsteaks und Schweinskarree zubereitet und mit einer enormen Menge geriebenen weißen Trüffels bestreut. Zu Wild und Trüffel bietet Marke?i? meistens die Weine der führenden istrischen Erzeuger sowie seinen eigenen Teran und Malvasia an. Marino Marke?i? hat erst im Frühjahr 2004 zum ersten Mal einige seiner Weine auf den Markt gebracht. Es handelte sich vor allem um den weißen Momjaner Muskat Kabola (drei Sterne), der die Weinkenner, die ihn verkostet haben, sofort beeindruckt hat. Marke?i? hat mit dem Kabola gezeigt, dass er als Winzer erfolgreicher ist als als Gastronom, und das ist das größtmögliche Kompliment für diesen sympathischen, bescheidenen und auf den ersten Blick ganz unehrgeizigen Mann. Unter dem Etikett Kabola hat Marke?i? auch einen Malvasia abgefüllt (zwei Sterne), aber auch einen sehr guten, vollen, extraktvollen und langen Grauburgunder (drei Sterne) mit einem dezent süßen Aftertaste und einer etwas öligen Struktur.

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Perusic

Djordano Per?uri? aus Pore? ist mit Sicherheit der beste kroatische Erzeuger von Schaumweinen. Die führenden Weine Per?uri?s stehen definitiv im selben Rang wie die angesehenen spanischen Schaumweine und auch die meisten besseren italienischen, und sie können auch mit den kalifornischen und englischen Schaumweinen konkurrieren, sowie mit einigen Produkten aus dem Loiretal. Per?uri?s Misal (vier Sterne) perlt sehr gut, erreicht ein optimales Verhältnis zwischen Säure und Extrakt, strahlt die wichtigsten Champagneraromen aus und ist sehr, sehr elegant. Der Misal Rose (drei Sterne) ist vielleicht für den persönlichen Geschmack seines Erzeugers etwas zu süß, aber er passt hervorragend zum Essen, während der Misal Prestige (drei bis vier Sterne) ein ehrgeiziger Versuch ist, einen großen Schaumwein zu produzieren. Wir werden sehen, wie es in Zukunft mit dem Prestige weitergeht. Mit den Misals hat Kroatien zum ersten Mal (wenn wir die ?empjens von vor zehn Jahren nicht mitrechnen) einen international repräsentativen Schaumwein bekommen, der teuer ist, aber der besser ist als beispielsweise fast die gesamte slowenische Konkurrenz außer dem Movija. Der Misal, der aus Malvasia, Rotburgunder und Chardonnay hergestellt wird, zeigt anderen kroatischen Schaumweinproduzenten den Weg. An den Beispielen der Misals sieht man nämlich zum ersten Mal, dass bestimmte kroatische Gebiete neben der regulären Weinherstellung auch zu der Erzeugung von hervorragendem Schaumwein fähig sind. Es ist sehr gut möglich, dass Per?uri?s Misal in einigen Jahren eine Vorreiterrolle in der momentan vernachlässigten kroatischen Schaumweinproduktion zugeschrieben wird.

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Arman

Marjan Arman ist einer der heimlichen Helden der Wiedergeburt des istrischen Weins. Arman, der fünf Hektar Weinberg im Westen Istriens besitzt, kann sich nicht des gleichen Medieninteresses rühmen wie Mato?evi? und Kozlovi?, und auch nicht des gleichen Interesses bei den Weinspezialisten wie Coronica, aber Marjan Arman erzeugt außergewöhnlich gute Weine, die mitunter auf kroatischen und internationalen Messen Preise gewinnen. So war Armans Malvasia (zwei Sterne) einst der Sieger auf der Zagreber Vinovita, und sein Muskateller (ein Dessertwein, drei Sterne) gewann eine Medaille auf der Ljubljaner Weinmesse. Der Chardonnay Zlatna Vala (drei Sterne) ist der persönliche Favorit seines Erzeugers in dessen Produktpalette: Es handelt sich um einen eleganten, zärtlichen, zurückhaltenden und blumigen Wein, der für die istrischen und kroatischen Chardonnays ganz untypisch ist und der zu rohen oder gekochten Scampis, zu gekochtem Hummer ohne schwere Soßen oder zu gekochtem Drachenkopf gereicht werden sollte. Armans Zlatna Vala ist eine der angenehmeren Überraschungen der mehrwöchigen Weinverkostung, die wir zum Zwecke dieser Publikation unternommen haben.

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Degrassi

Moreno Degrassi, ein Winzer aus Savudrija im äußersten Westen Istriens, hat den Ruf erworben, neben Ivica Mato?evi? und Gianfranco Kozlovi? einer der wichtigsten Vertreter der neuen istrischen Weinwelle zu sein. Degrassi istbei verschiedenen öffentlichen Veranstaltungen gemeinsam mit Mato?evi? und Kozlovi? erschienen. So haben die drei im Sommer 2001 auf der Premierenfeier der spektakulären Aufführung des King Lear auf Brijuni ihre Weine persönlich angestochen. Mit dieser Aufführung hat der große Schauspieler und Hollywoodstar Rade ?erbed?ija nach zehnjähriger Abwesenheit seine Rückkehr nach Kroatien gefeiert. Solche und ähnliche Marketingaktionen haben sich für Degrassi ausgezahlt: Heute dürfen seine Weine auf den Karten der meisten kroatischen Restaurants, und insbesondere in den Gasthäusern und Konobas Istriens nicht fehlen. Eine der charmantesten Rovinjer Trattorias, das Veli Jo?e, bietet ausschließlich Degrassis Rotweinflaschen an. Moreno Degrassi ist der einzige private Winzer Istriens, dessen Geschäft sich auf rote Sorten gründet. Sein Cabernet Franc (zwei bis drei Sterne) und sein Cabernet Sauvignon (zwei Sterne) sind ganz solide Beispiele für die Züchtung und Vinifikation der klassischen Bordeauxsorten in Istrien. Der Chardonnay Ferme (zwei Sterne) von 2003 ist ein ungewöhnlicher Wein mit Elementen eines Perlweins und einem sehr starken spezifischen Aroma, der dennoch hervorragend zu weißem gegrilltem Fisch passt. Moreno Degrassi gewinnt seine Trauben von insgesamt acht Hektar Weinberg im Westen Istriens.

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Pilato

Die Familie Pilato aus dem Ort Vi?inada im Westen Istriens hat ihren Ruf mit dem in Kroatien oft unterschätzten Weißburgunder erworben. Die weißen Pinots der Pilatos (zwei bis drei Sterne) sind wirklich solide, erfrischende und elegante Sommerweine. Dem Pinot von 2003 hat auch die außergewöhnliche Trockenheit, die diese Ernte charakterisierte, nicht geschadet. Neben dem Weißburgunder wird unter dem Etikett Pilato auch ein sehr, sehr solider Chardonnay (drei Sterne) und natürlich ein Malvasia (drei Sterne) gehandelt. Der Chardonnay von 2001 hat einen Championatstitel auf der Zagreber Weinmesse Vinovita erworben. Die Familie Pilato besitzt etwa sechs Hektar Weinberge.

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Coronica

Moreno Coronica, ein Winzer aus dem Dorf Koreniki bei Umag im Westen Istriens, ist der Favorit zweier Leute, die sehr, sehr viel von Wein verstehen. Nino Dusper, der Vorsitzende des kroatischen Sommelierverbands und Marketingsekretär des Weltverbands der Sommeliers, ist ein großer Verehrer von Coronicas Malvasia. Ihn hält er für den zuverlässigsten Wein aller istrischen Erzeuger. Und Daniela Kramari?, eine weltweit anerkannte Sommelierin und Besitzerin des hervorragenden Restaurants Plavi Podrum in Opatija, liebt Coronicas Teran außerordentlich. Moreno Coronica erzeugt zwei grundlegende Weinlinien: nicht barrique-ausgebaute Malvasias (zwei bis drei Sterne), Terans (zwei Sterne) und Merlots (zwei Sterne), und die viel anspruchsvolleren Gran Teran und Gran Malvasia, die einige Zeit im Barrique verbringen (drei Sterne, vier in den besten Jahren). Ein Sonderfall ist der Cabernet Sauvignon aus dem Jahr 2003, der im Sommer 2006 auf den Markt kommen sollte. Es handelt sich um den eindrucksvollstein Rotwein, der bisher in Istrien hergestellt wurde. Der Gran Teran ist unzweifelhaft der beste Teran, der in Istrien erzeugt wird. Der noch immer spürbare Säureüberschuss, der für diese Sorte typisch ist, wird durch die samtige Struktur und das abgerundete Wesen des Weins überdeckt, der hervorragend zu blauem Fisch Schinken und Schweinskarree passt. Der barrique-ausgebaute Malvasia ist ein reicher,voller, sehr sehr ernst zu nehmender Weißwein: Er ist einer von denen, die zeigen, dass der istrische Malvasia ein viel größeres Potential hat als ein easy drinking-Getränk für die Touristen und die vielen einheimischen Genießer. Coronicas Weine sind generell mehr wert, als sie kosten, denn Coronica ist einer der wenigen istrischen Winzer, die trotz der hohen Nachfrage der letzten Jahre ihre Preise nicht erhöht haben. Leider ist an den Gran Teran und den Gran Malvasia jedoch nicht leicht heranzukommen, aber die besseren istrischen Restaurants wie das Valsabbion und das Milano führen sie regelmäßig auf ihren Weinkarten.

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Kozlovic

Gianfranco Kozlovi? ist der Produzent des besten trockenen Weißweins, der bisher in Istrien erzeugt wurde. Alle Weinexperten Kroatiens stimmten darin überein, dass sein Malvasia Santa Lucia von 2001 (vier Sterne) als bester kroatischer Weißwein überzeugte, der 2003 auf den Markt gekommen ist. Santa Lucia ist der Name eines Weinbergs in der Nähe von Buje, einem Städtchen im Inneren Istriens nahe der kroatisch-slowenischen Grenze. Der Malvasia Santa Lucia von 2001, von dem nur insgesamt einige tausend Flaschen produziert wurden, ist einer der wenigen wirklich großen kroatischen Weißweine. Dieser Santa Lucia erinnert mit seinem Bukett (Aprikose, Birne, gelbe Blume, Pfirsich) und in seiner Struktur mehr an einen hervorragenden Condrieu als an einen Malvasia Santa Lucia aus dem Jahr 2003. Und er hat gezeigt, dass Kozlovi? imstande ist, standardmäßig eine sehr hohe Qualitäat zu liefern, unter der Bedingung, dass die Lese wenigstens einigermaßen gut war. Kozlovi?, der derselben Generation angehört wie Mato?evi?, ist der größte private Erzeuger von Malvasia in Istrien. Sein pittoreskes Weingut mit dem wunderschönen Blick auf die istrischen Wälder, das er von seinem Vater geerbt und radikal modernisiert hat, füllt etwa hunderttausend Flaschen im Jahr. Davon entfällt der größte Teil auf einen Standardmalvasia, der in Inox-Tanks erzeugt wird. Der Malvasia von 2004 (drei Sterne) ist außergewöhnlich erfrischend (was für dieses sehr heiße und trockene Jahr ungewöhnlich ist), besitzt aber einen vollen Körper: Er passt ebenso gut zu Muscheln wie auch zu Scampi. Kozlovi? erzeugt auch einen Malvasia im klassischen Barrique, aber auch im Akazienbarrique, besondere Aufmerksamkeit verdient jedoch sein Momjaner Muskat (vier Sterne). Es handelt sich um einen halbsüßen Wein aus weißem Muskat (muscat a petit grains) mit einem wunderbaren Duft nach Trauben und Honig, mit Säuren, die ihn trotz des hohen Gehalts an Restzucker, kein bisschen picksüß machen, und mit einer leicht öligen Struktur.

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Matosevic

Der 39-jährige Ivica Mato?evi? ist der Mann, der nicht nur den istrischen Weinbau wieder zum Leben erweckt hat, sondern er ist auch derjenige, der ihn in Europa kommerziell erfolgreich machen könnte. Dabei geht es nicht nur um Mato?evi?s eigene Weine, die wegen einer Reihe von Umständen nicht immer die besten Istriens sein müssen (noch Kroatiens überhaupt), sondern um einen für Istrien völlig neuen Ansatz in der Weinproduktion und ?kultur. Mato?evi? hat die Weinproduktion selbst in Istrien revolutioniert: Er hat als erster den Barrique als Standard für einzelne Weißweine eingeführt, er war unter den ersten, die auf geringem Ertragreichtum bestanden haben und hat schließlich die kalte Gärung gewählt. Das wichtigste ist jedoch, dass Mato?evi? als erster verstanden hat, dass er seinen Wein bei der immer härteren Konkurrenz auf dem Markt nur verkaufen kann, wenn es ihm gelingt, eine Marke mit einem hohen Wiedererkennungswert zu schaffen. Und das wohlgemerkt nicht nur für seine eigenen Weine, sondern für alle istrischen Weine. So ist Istrien durch eine Reihe von Werbeveranstaltungen rund um den Wein und durch die kontinuierliche Qualitätsverbesserung durch die führenden privaten istrischen Erzeuger zu einem Synonym für gute Weißweine geworden, die zum großen Teil direkt ausgeführt werden: Die ausländischen Touristen trinken sie im Laufe der Saison. Mato?evi? selbst (der, nebenbei bemerkt, in Bologna in Botanik promoviert hat und bis Mitte 2004 Direktor des Nationalparks Kamenjak bei Pula war) hat seine ersten acht Hektar eigenen Weinbergs erst 2003 gepflanzt, in der vorteilhaften Lage Brdo oberhalb von Pazin. Bis zu den ersten dortigen Weinlesen wird Mato?evi? seinen Wein auch weiterhin aus angekauften Trauben produzieren. Sein Prestigewein ist unzweifelhaft der im Barrique ausgebaute Chardonnay Anima (drei bis vier Sterne): Die Ernte 2000 gewann eine Silbermedaille bei der Weltmeisterschaft der Chardonnays in Frankreich. Aber das Hauptprodukt von Mato?evi?s Weingut im Dorf Krun?i?i direkt über dem faszinierenden Limfjord ist der Malvasia Alba, der im Inox-Tank vinifiziert wird. Der Malvasia von 2004 (drei Sterne) ist ein außergewöhnlich eleganter Wein mit einem mäßigen Alkoholgehalt, aber dennoch mit einem starken Körper und mit dem typischen Aroma von Mandeln, Akazien und Zitrone. Er passt hervorragend zu gegrilltem weißem Fisch, aber auch zu Sushi und Sashimi. Der im Barrique ausgebaute Malvasia von 2004 (drei Sterne), der aus Trauben aus besonders guten Lagen erzeugt wurde, wirkte zur Zeit der Abfassung dieses Textes sehr viel versprechend (er wurde erst im Herbst 2004 auf den Markt gebracht). Mato?evi?s größter Triumph könnte der Malvasia werden, der in einem Barrique aus Akazie gärt und sur lie reift, das heißt auf dem eigenen Hefesatz. Die ersten Flaschen, die auf den Markt gekommen sind, haben jedoch gegensätzliche Reaktionen hervorgerufen. Mato?evi? erzeugt bisweilen auch kleinere Mengen Rotwein aus Teran und Merlot. Das Weingut von Ivica Mato?evi? produziert zwischen 40.000 und 50.000 Flaschen Wein im Jahr, von denen die Hälfte auf einen einfachen, nicht barrique-ausgebauten Malvasia entfällt. Alle Weine Mato?evi?s bieten einen glänzenden Gegenwert für ihren Preis.

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Malvasia

Der Istrische Malvasia ist eigentlich ein politischökonomisches Projekt, das die Gestalt einiger hervorragender und einer ganzen Reihe solider Weine angenommen hat. Die jungen istrischen Politiker sind Mitte der neunziger Jahre zu der Einschätzung gelangt, dass der istrische Tourismus, wenn der Krieg erst einmal vergessen sein würde, auch von Wein, Trüffel und Olivenanbau leben könnte und nicht nur von Sonne und Meer. So hat die Gespanschaft Istrien bald begonnen, die Pflanzung von Weinbergen und Olivenhainen systematisch zu fördern und die istrischen Weine zu propagieren. Der Istrische Malvasia war die einzige Traube, die den istrischen Politikern und den neuen istrischen Winzern zur Verfügung stand und aus der man viel soliden Wein produzieren konnte. Sie wurde bereits seit langem in Istrien angebaut. Und so haben die istrischen Politiker, Propagandisten, Tourismusbeamten, Winzer, Gastronomen und Popmusiker alles in ihrer Macht stehende getan, um aus dem Istrischen Malvasia ein erstklassiges Politikund Medienevent zu machen, das breiteAufmerksamkeit erregte. Das ist ihnen schließlichauch gelungen. Außer dem önologischenTriumph und den hervorragenden wirtschaftlichen Resultaten wurde der Malvasia auch ein symbolisches Markenzeichen Istriens und ein wichtiger Teil der istrischen Identität. Die ambitionierten Istrier beschlossen, das Projekt der Malvasialancierung im wahrsten Sinne des Wortes auf die ganze Welt auszudehnen, und so wurde im Frühjahr 2005 in Rovinj der Weltkongress über den Malvasia abgehalten. Der immer aktive Mato?evi? ist nach dem Kongress zu einer großen Reise in alle europäischen Länder augebrochen, in denen diese alte Traube in ihren verschiedenen Varianten seit der Antike gezüchtet wurde. In jedem Fall tragen heute in Istrien fünf- bis sechstausend Hektar Weinberge den Malvasia, und einige der Istrischen Malvasias wie der Santa Lucia Kozlovi?s haben das Niveau ernstzunehmender internationaler Weine erreicht.

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Istrien

Die politische und wirtschaftliche Elite Istriens hat in den neunziger Jahren beschlossen, Istrien ein neues Image zu verschaffen. Statt einer Zone des Massentourismus, die Istrien in den siebziger und achtziger Jahren war, sollte diese größte kroatische Halbinsel die Ausländer durch ihr hedonistisches Lifestyle-Angebot anziehen, in dem der Wein einer der Hauptfaktoren war. Diese Konzeption erwies sich als mehr als nur erfolgreich, und davon zeugt der Aufschwung des Weinbaus und der Weinkellerei in Istrien. Heute arbeiten in Istrien, einem relativ kleinen Gebiet mit weniger als 200.000 Einwohnern, über achtzig private Weingüter, und es werden noch immer ständig neue gegründet. Mehr als fünfzig Prozent des in Istrien erzeugten Weins wird im direkten Verkauf an die Touristen vermarktet: in den lokalen Restaurants, Hotels, Bars und Geschäften, und ein Teil wird direkt in den Weinkellern verkauft. Aber trotz der Blüte in den letzten zehn Jahren produziert Istrien noch immer keine hinreichenden Mengen seiner beliebtesten Weine, und so kommt es bisweilen leider zu Engpässen bei den Malvasias von Kozlovi? oder Mato?evi?. Die Qualität der istrischen Weine ist in den letzten fünf Jahren ebenfalls erheblich verbessert worden. Seit dem Jahr 2000 wurden in Istrien einige Weine echter Weltklasse erzeugt (Kozlovi?s Santa Lucia von 2002, Coronicas Gran Malvasia von 2002, Mato?evi?s Chardonnay Anima von 1999 und 2000). Wir gehen davon aus, dass dieser Trend anhalten wird, da die istrischen Winzer außerordentlich viel in ihre Weinberge und Keller, aber auch in das Marketing investieren. Die wichtigste istrische Traubensorte ist natürlich der Istrische Malvasia, aber auch der weiße Muskat muss erwähnt werden, den man in Istrien Momjaner Muskat nennt und der bisweilen hervorragende Dessertweine ergibt, sowie der erfolgreiche Chardonnay. In diesem Überblick nennen wir nur die erfolgreichsten und wichtigsten istrischen Erzeuger. Wegen des knappen Raumes mussten wir auf einige sehr gute Winzer wie Radovan und Poletti verzichten, die unserer Meinung nach bald zu den führenden istrischen Weinstars gehören werden. Die Weinunterregion Istrien gehört zur Region des kroatischen Küstenlands und besteht aus den westlichen, zentralen und östlichen istrischen Weinbergen.

Malvasia
Die wichtigsten Sorten im kroatischen Weinbau
Coronica
Kozlovic
Matosevic