PZ Dingac

Die Agrargenossenschaft PZ Dinga? ist der größte Produzen des Dinga?-Weins. Die PZ Dinga? in Potomje besitzt ein großes Weingut, in dem sie neben Dinga? und Postup auch die günstigeren Weine Potomje und Pelje?ac produziert. Ihr Dinga?, der zuerst ein braunes und später ein rotes Etikett mit der charakteristischen Zeichnung eines Esels trug, symbolisiert seit Jahrzehnten ? ohne Konkurrenz ? den Wein von der besten Lage im ganzen kroatischen Küstengebiet. Der Dinga? der Agrargenossenschaft Dinga?, die zum Verbund des großen Zagreber Unternehmens Badel gehört, war immer ein dichter, voller, reicher Wein mit einem hohen Alkoholgehalt. Es wird daher interessant sein zu beobachten, wie die PZ Dinga? auf die Herausforderung der vielen privaten Dinga?erzeuger reagieren wird. Die halbtrockene Version des Dinga? von 1990 gewann Ende 2003 eine Silbermedaille auf einer Weinschau in Frankreich.

Dinga?

Kiridzija

Vedran Kirid?ija aus dem Ort Potomje auf Pelje?ac ist einer der zehn Weinproduzenten, die die Ehre haben, auf ihre Etiketten Dinga? schreiben zu können. Denn Kirid?ija besitzt auf dem Dinga? einen kleinen Weinberg mit Kiesboden an der Örtlichkeit Mokale, aus dem er 6,5 Tonnen pro Hektar gewinnt. Das ist nicht wenig, aber dieser verhältnismäßig hohe Ertrag erweist sich nicht als schlechte Seite von Kirid?ijas Dinga?. Im Gegenteil! Kirid?ijas Weine sind reich, konzentriert, aber gleichzeitig auch exotisch in ihrem Bukett, wie dies die führende kroatische Sommelierin Danijela Kramari? Tariba richtig festgestellt hat. Im Geschmack sind Kirid?ijas Dinga?s im Gegensatz zu der Mehrzahl der anderen Spitzenplavac von Pelje?ac fast völlig mit einem langen, süßlich-fruchtigen Abgang abgerundet. In seinem Weinkeller, in dem er etwa zehn Barriques hat, füllt Kirid?ija etwa fünftausend Flaschen Dinga?. Wegen dieser fast mikroskopischen Mengen handelt es sich um einen Wein, den man kaufen und trinken muss, wo immer man ihn findet. Vedran Kirid?ija, der auch etwa sechstausend Flaschen Plavac produziert, ist besonders stolz auf die Ernte 2003.

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Frano Milos

Im Sommer 2002 fand in  der angesehenen Zagreber Vinothek Bronstein auf dem Kaptol eine vertikale Verkostung des Stagnum  statt. Nicht ein einziger kroatischer Wein hatte bis dahin die Ehre und die Gelegenheit, diesen Test der Zeit und der Veränderungen zu durchlaufen, der für alle großen französischen, italienischen und kalifornischen Weine obligatorisch ist. Bei diesem Wine Tasting war auch der damalige norwegische Botschafter in Kroatien answesend, der selbst ein leidenschaftlicher Sammler des großen und teuren spanischen Weins Vega Sicilia ist und demnach sehr viel von Weinen versteht.  Der Botschafter war in diesem Jahr 2002 absolut beeindruckt von dem Stagnum von 1993, einem der sehr seltenen trockenen kroatischen Weine, die gezeigt haben, dass sie reifen können und dass sich ihr Kauf auch als Investition lohnt. Frano Milo?, ein Amateurwinzer, der bis vor kurzem geglaubt hat, dass die Tannine aus dem Barrique den natürlichen hohen Tanningehalt im Mali Plavac nur verstärken, ist der Erzeuger dieses einzigartigen Weins, der neben dem Grand Cru von Plenkovi? wahrscheinlich der originellste auf dem gesamten kroatischen Markt trockener Weine ist. Der Stagnum (vier Sterne von 1992 bis heute) ist wild, dicht und völlig unelegant, aber ein unwahrscheinlich reicher und harmonischer Wein, dessen Vorzüge die Mängel bei weitem überwiegen. Dies ist ein Wein für schwere alte Hartkäse, für Wild, Lammkoteletts und für große, ganz blutige Steaks. Für den Stagnum erzielt Frano Milo? den höchsten Preis unter allen trockenen Rotweinen Dalmatiens. Der Stagnum ist ein Wein, der einem nach der ersten Verkostung in Erinnerung bleibt und der entweder ausgesprochen positive oder ausgesprochen negative Reaktionen hervorruft, aber der in jedem Fall zu den wenigen international relevanten Weinjuwelen Kroatiens gehört. Er gewinnt ihn aus Trauben die auf einem beeindruckenden Weinberg in den Felsgärten oberhalb des Dorfes Ponikve auf Pelje?ac gezüchtet werden. Außer dem trockenen Stagnum werden bisweilen auch verschiedene halbsüße und süße Varianten vinifiziert (drei bis vier Sterne). Frano Milo?, der noch am Ende der neunziger Jahre Weine sprichwörtlich in seiner Garage in Ponikve produziert und damit unbewusst den ultrateuren Trend der Bordeaux ?Garagiste? vorweggenommen hat, füllt auch einen gewöhnlichen Plavac ab (zwei Sterne), den ganz leichten und günstigen Fatiga, und den ungewöhnlichen Weißwein Nadahnu?e, eine sehr schwere, rustikale Mischung der autochthonen dalmatinischen Sorten Po?ip und Mara?tina.

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Miljenko Grgic

Beide kroatischen Weine des berühmten Miljenko Mike Grgi?, der Po?ip und der Plavac, schwanken zwischen drei und vier Sternen (abhängig von der Ernte), verdienen viel Lob und gehören zu dem noch immer zu schmalen Gipfel der kroatischen Weinproduktion. Grgi? hat in der zweiten Hälfte der neunziger Jahre ein modernes Weingut in Trstenik unweit von Dubrovnik aufgebaut. Die Trauben für den Plavac kauft er von den Lagen Dinga? und Postup, und die Trauben für den Po?ip von den besten Lagen auf Kor?ula. Mit seiner Ankunft in Kroatien hat er zweifellos neue, höhere Kriterien aufgestellt und ausnahmslos positiv auf die Entwicklung des kroatischen Weinbaus und die Bekanntheit der kroatischen Weine auf den internationalen Märkten eingewirkt. Beispielsweise hat Grgi? in Kroatien eine rigorose Auswahl der Trauben eingeführt, die anzuwenden sich die lokalen Weinproduzenten noch gescheut hatten. Seiner Popularität hat es sicher nicht geschadet, dass er einzelne Zulieferer von Trauben im wahrsten Sinne des Wortes an den Toren seines mWeingutes zurückzuweisen pflegt, wenn er der Meinung ist, dass die Trauben keine hinreichende Qualität besitzen. Unter anderem liegt es an dieser strengen Selektion der Trauben, dass Grgi?s Po?ips unvergleichlich besser sind als die Weine jedes anderen dalmatinischen Winzers, die aus derselben einheimischen kroatischen Sorte erzeugt werden. Am Ende der neunziger Jahre, als sich die junge Welle istrischer Winzer noch nicht durchgesetzt hatte und als Enjingi und Krauthaker die Qualitätsstandards noch nicht auf das gegenwärtige Niveau angehoben hatten, war Grgi?s Po?ip der einzige international wirklich relevante trockene kroatische Weißwein. Der Plavac dieses berühmten kalifornischen Kroaten hat auch ein beachtliches Reifungspotential gezeigt. Gegenwärtig ist die Ernte von 1999 in ihrer Höchstform, während die neueren Ernten noch einige Jahre Flaschenreifung erfordern. Grgi? produziert je etwa zwanzigtausend Flaschen Po?ip und Plavac, die im Barrique reifen. Einen Teil seines kroatischen Programms exportiert er in die Vereinigen Staaten. Grgi?s kalifornisches Weingut Grgich Hills erhält auch weiterhin solide Beurteilungen in der amerikanischen Weinpublizistik, seine Cabernets halten ihre relativ hohen Preise, und Grgi?s Beitrag zur kalifornischen Weinindustrie wird in die Geschichte des Napa Valley eingehen.

Tomac
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Berühmte Winzer kroatischer Herkunft

Tomic

Der Hvarer Andro Tomi? ist der erste kroatische Winzer, dessen Weine eine positive Besprechung im angesehenen französischen Fachmagazin La Revue du Vin de France erhalten haben. Auf einem Wine Tasting im Frühjahr 2004 haben die französischen Kritiker und Sommeliers gleich zwei Weine Tomi?s unter die 100 besten Weine außerhalb Frankreichs gelistet: Beide waren auf der Titelseite des Magazins vom Mai 2004 erwähnt. Der Pro?ek Hektorovich (vier Sterne), der nach dem großen kroatischen Renaissancedichter von der Insel Hvar, Petar Hektorovi?, benannt ist, wurde in La Revue du Vin de France wegen seines Reichtums und seiner Dichte ausschließlich in Superlativen beschrieben. Der Pro?ek Hektorovich wird aus lokalen weißen Sorten wie dem Mara?tina hergestellt, dessen Beeren vor der Vinifikation drei bis sechs Monate getrocknet werden. Allerdings ist leider nicht der ganze Wein ausschließlich aus getrockneten Trauben hergestellt, sondern zu einem Drittel auch aus eingekochtem Most. Tomi? erwartet natürlich, dass er bald, wenn er in der Lage sein wird, seinen Pro?ek ausschließlich aus getrockneten Beeren zu produzieren, ein noch höheres Qualitätsniveau erreichen wird. Aber auch der jetzige Pro?ek Hektorovich ist ein wunderbarer Dessertwein mit dem Geschmack von kandierten Orangen, Honig, getrockneten Aprikosen, trockenen, Feigen und Walnüssen. La Revue du Vin de France hat auch Tomi?s Plavac Barrique von 1999 ausgesprochen positiv beurteilt. Tomi?s Plavac Barrique unterscheidet sich von allen anderen Mali Plavac auf dem Markt durch seine samtige Eleganz, durch seine weichen und integrierten Tannine, seinen geringen Alkoholgehalt (ca. 13,5 Prozent) und das etwas weniger starke charakteristische Sortenaroma des Mali Plavac. Es handelt sich um einen Wein, der fast im Stil eines Super-Toskaner ausgebaut ist. Gegenwärtig findet man auf dem Markt die Jahrgänge 2003 und 2004. Beide sind glänzend. Tomi? produziert leider sowohl den Pro?ek als auch den Plavac Barrique nur in kleinen Mengen (weniger als zehntausend Flaschen von jedem), so dass nur Spitzenrestaurants und einige führende kroatische Vinotheken sie führen. Andro Tomi?, der zwanzig Jahre lang der führende Önologe der großen Zagreber Firma Badel für Dalmatien war und der sechs Monate in französischen Weinkellern verbrachte, produziert auf seinem Weingut Bastijana auch den Dessertwein Hektor, der nach seiner Herstellungsmethode (die Zugabe starken Alkohols, der die Gärung stoppt) und nach seinem Geschmack eine Art kroatischer Portwein ist, und einige weniger bedeutende Plavac. In letzter Zeit hat er begonnen, mit Syrah und Cabernet Sauvignon zu experimentieren, die er auf einem kleinen Weinberg (1,5 Hektar) auf den pittoresken Inseln Pakleni Otoci bei Hvar anbaut.

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Plenkovic

(Zlatan Plavac) Der Zlatan Plavac ist der konstanteste kroatische Rotwein, der natürlich aus Mali Plavac produziert wird. Der Zlatan Plavac wird in drei verschiedenen Varianten im Ort Sveta Nedjelja auf der Insel Hvar erzeugt: Der normale, überall erhältliche Zlatan Plavac mit dem hellblauen Etikett (zwei bis drei Sterne) erreicht fast jedes Jahr eine gleichwertige Qualität und einen ähnlichen Geschmack und Bukett. Es handelt sich um einen vollen, reichen, fruchtigen, relativ fein abgerundeten Wein mit den typischen erdigen Düften der Sorte, die einen sehr guten Wert für ihren Preis bietet. Der Zlatan Plavac Barrique (drei bis vier Sterne) ist in seinen besseren Jahren einer der besten kroatischen Weine überhaupt: Dies gilt besonders für die Ernte 1999, die ein großes Reifungspotential hat, aber leider nur noch auf dem Weingut in Sveta Nedjelja erhältlich ist. Auch die neueren Ernten (im Moment sind die Jahrgänge 2003 und 2004 auf dem Markt) sind mehr als zufrieden stellend: Diese Weine sind außerordentlich reich, ausdrucksvoll, ein wenig kantig, aber schon jetzt sehr süffig und schmecken besonders zu rotem Fleisch und Hartkäse wie dem Pa?ki Sir. Und schließlich der Zlatan Plavac Grand Cru (vier Sterne) mit dem weißen Etikett von den besten eigenen Lagen oberhalb Sveta Nedjeljas, mit dessen Vinifikation erst vor kurzem begonnen wurde. Es handelt sich um einen hochalkoholischen (über 15 Prozent), unwahrscheinlich intensiven Wein, der in minimalen Mengen abgefüllt wird und der mindestens drei oder vier Jahre lagern muss, bevor er sein ganzes Potential zeigen wird. Aber da der Zlatan Plavac Crand Cru ein ganz ursprünglicher, einmaliger, unzweifelhaft wertvoller Wein ist, muss man ihn probieren, wo immer man ihn findet. Zlatan Plenkovi?, Weinbauer und Kellermeister von Hvar, produziert auch zwei Weißweine: den Zlatan Otok und den Zavala, sowie einen Zlatan Plavac Rose, aber keiner von ihnen verdient besonderes Interesse. Im Gegensatz zu seinen inferioren Weißweinen füllt Plenkovi? einen brillanten, dichten, luxuriösen Pro?ek ab. Anders als die meisten anderen Pro?eks, die auf einer Mischung weißer Sorten beruhen, ist seiner aus dem Mali Plavac gemacht. Das Weingut von Zlatan Plenkovi?, das zu Beginn der neunziger Jahre begründet wurde (einer der Gründer war auch der Önologe Andro Tomi?, der neben Plenkovi? wichtigste Winzer auf den dalmatinischen Inseln), füllt von etwa achtzig Hektar Weinland momentan etwa 400.000 Flaschen Wein jährlich und kann damit die immer größere Nachfrage doch nicht befriedigen. Wir hoffen, dass die Bedürfnisse des Marktes die wirklich hohe Qualität des gewöhnlichen Zlatan Plavac nicht negativ beeinflussen werden. Im Rahmen von Plenkovi?s Weingut wurde auch das Restaurant Jidro eröffnet.

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Dinga?

Der Dinga? auf Pelje?ac ist die bekannteste Weinlage Kroatiens. Er wird in der internationalen Literatur bereits vor dem zweiten Weltkrieg erwähnt. Die Halbinsel Pelje?ac selbst hatte seinerzeit 1200 Hektar Land unter Weinreben, von denen 90 Prozent auf rote Sorten entfielen. Heute lässt sich nicht ganz genau sagen, wie viel Weinberge es auf Pelje?ac gibt (wie übrigens auch sonst nirgendwo in Kroatien). Der Dinga? liegt an den Südhängen von Pelje?ac, auf einem Kalkboden in einem Überschwemmungsgebiet. Die Weinberge auf dem Dinga? blicken auf das Meer, so dass sie den ganzen Tag der Sonne und der Sonnenspiegelung auf dem Meer ausgesetzt sind. Um die Traubenlese des Plavac auf dem Dinga? zu erleichtern, wurde hier vor über dreißig Jahren ein 380 Meter langer Tunnel durch den Berg gebrochen, der den Dinga? mit dem Weingut in Potomje verbindet, wo die landwirtschaftliche Genossenschaft Dinga? bis zum Aufkommen der privaten Winzer nach dem Jahr 1990 der einzige Produzent des gleichnamigen Weines war. Die Produktion des Dinga? war seinerzeit Zeit auf 1200 Hektoliter pro Jahr begrenzt. Gleich neben dem Dinga? liegt auch die Lage Postup, die zweitbeste auf Pelje?ac, mit sehr ähnlichen Charakteristika und einer etwas größeren Produktion. Hier wird, wie auch auf der Lage Dinga?, ausschließlich Mali Plavac angebaut.

PZ Dingac

Mali Plavac

Als der große Mike Grgi? nach Kroatien zurückkehrte, war eine der größten Aufgaben, die er sich selbst stellte, die, die Identität oder zumindest die Verwandtschaft des amerikanischen Zinfandel mit dem kroatischen Mali Plavac nachzuweisen. Wissenschaftler haben später festgestellt, dass der Zinfandel in Wahrheit der Crljenac ist und dass er mit dem Mali Plavac in keiner unmittelbaren Verbindung steht, was vielleicht auch besser ist für denPlavac. Der Mali Plavac ist so eine absolut autochthone kroatische Sorte geblieben. Weine, die aus dem Mali Plavac hergestellt werden, sind nicht nur das Beste, was Dalmatien zu bieten hat (wenn man den süßen Pro?ek nicht mitrechnet), sondern sie können auch ein wichtiges Exportprodukt werden, da sie in Aroma und Struktur wirklich einzigartig sind. Dank des Mali Plavac hat sich im Mittleren und Südlichen Dalmatien eine ernstzunehmende Weinszene entwickelt, die von den Erzeugern auf Hvar und Pelje?ac dominiert wird. Die Plavac von Hvar sind in der Regel weniger aggressiv, dafür fruchtiger und harmonischer als der Plavac von Pelje?ac, während die Weine von Pelje?ac alkoholischer und robuster sind und einen noch höheren Tanningehalt haben. Natürlich gibt es Ausnahmen, aber diese stilistische Unterscheidung, die durch den Boden bedingt ist, ist meistens gültig. Eine Ausnahme bildet der Fall des Zagreber Weinhändlers Mario Mendek. Der hat sich nämlich unlängst auch unter die Winzer gemischt und produziert aus Trauben der Pelje?acer Weinberge den bisher untypischsten Plavac nach französischem Stil. Mendeks Weine sind noch zu neu und sind noch kaum im Handel erhältlich, daher haben wir sie nicht in unseren Überblick über die Weine und ihre Produzenten aufgenommen. Eine zweite wichtige Tatsache in Bezug auf den Mali Plavac ist, dass er nur in steilen Hanglagen Spitzenweine gibt: Plavac aus der Ebene ergibt einen entschieden inferioren Wein. Ein Mali Plavac der Spitzenklasse besitzt tatsächlich den Charakter Dalmatiens: Er ist heiß, temperamentvoll, luxuriös, herb, ein wenig rustikal und ganz einzigartig.

PZ Postup
Roki`s
Ivo Skaramuca
Faros
Plenkovic

Pro?ek

Der honigsüße, luxuriös reiche, hochalkoholische Pro?ek ist vielleicht der wichtigste Beitrag Kroatiens zum internationalen Weinbau. Wie sehr der Pro?ek ein origineller Wein ist und wie groß er sein kann, bezeugt die fast ekstatische Besprechung in La Revue du Vin de France für Tomi?s Hektorovich, einen der besten Pro?eks, der, wie nebenbei auch Tomi? selbst zugibt, nicht nach den höchsten Standards für Pro?ek produziert wird. Wenn dieser als Kompromiss erzeugte Pro?ek die französischen Weinkritiker und Sommeliers so begeistern konnte, was für eine Reaktion würde dann erst ein ideal erzeugter Pro?ek hervorrufen? Was ist eigentlich Pro?ek? Es handelt sich um einen Dessertwein, der im Idealfall aus getrockneten Weintrauben, meistens aus einer Mischung weißer Sorten wie Mara?tina, Grk und Vugava, aber auch aus weniger bekannten einheimischen Trauben hergestellt werden sollte. Der Pro?ek hat zwischen 15 und 17 Prozent Alkohol und über 100 Gramm Restzucker. Pro?ek kann auch aus Mali Plavac hergestellt werden, wie dies ZlatanPlenkovi? sehr erfolgreich tut. Aber in der Praxis erzeugt fast niemand Pro?ek ausschließlich aus trockenen Trauben. Selbst Andro Tomi? gibt seiner Mischung für den Hektorovich etwa 30 Prozent gekochten Most bei. Tomi? hat aber angekündigt, dass er bald beginnen wird, seinen Pro?ek ausschließlich aus Trockentrauben zu produzieren, und er schlägt vor, zwei Kategorien von Pro?ek einzuführen: einen teureren, der vollkommen natürlich hergestellt wird, und einen günstigeren, zu dem eingekochter Most hinzu gegeben werden darf. In jedem Fall könnte der Pro?ek, ein großer Süßwein aus Dalmatien, der ideal zu einer ganzen Reihe von Kuchen aus Walnüssen, Mandeln und getrockneten Feigen passt, für den kroatischen Weinbau fast ebenso wichtig werden wie der Tokajer für Ungarn. Der Pro?ek besitzt das Potential, der elitärste Exportwein Kroatiens zu werden.

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Dalmatien – Split und Dubrovnik Region

Hier wird sehr häufig auf den schweren, kargen, steinigen Böden, aber dafür unter idealen klimatischen Bedingungen der Plavac Mali angebaut, die meistgeschätzte autochthone Sorte Kroatiens, aus der Weine ausgebaut werden, die ein angesehenes kroatisches Exportprodukt werden können. Es ist ein unglaublich glückliches Zusammentreffen, dass gerade diese Gebiete, in denen die spezifischsten und einige der besten kroatischen Weine erzeugt werden, zugleich auch die attraktivsten Tourismusgebiete des Landes sind. Denn Hvar und Dubrovnik sind unzweifelhaft schon seit Jahren die Champions des kroatischen Tourismus und die beliebtesten kroatischen Ziele des internationalen Jet Sets. Der private Weinbau hat im Mittleren und Südlichen Dalmatien erst in den letzten sieben oder acht Jahren große Fortschritte gemacht, erzielt aber schon jetzt sehr gute Resultate. Außer dem immer vielfältigeren Angebot an Plavac, unter denen, wie bereits gesagt, die von Hvar, Bra? und Pelje?ac die besten sind, produziert dieser Teil Dalmatiens auch einige weiße Spitzenweine vor allem aus dem Po?ip, ebenfalls einer einheimischen Sorte, aber auch Grk und Vugava haben großes Potential. Der Pro?ek ist ein spezieller dalmatinischer Dessertwein, der aus getrockneten Weintrauben und / oder aus eingekochtem Most hergestellt wird und absolut faszinierend sein kann. Mit weiteren Investitionen in die Weinberge und die Technologie und mit einer weiteren Anhebung der Produktionsstandards könnte das Mittlere und Südliche Dalmatien eine wichtige internationale Weindestination werden.

Vinotheken
Einreise nach Kroatien
Dalmatien – Zadar und Sibenik Region
Istrien
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